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Die Misión Norte Potosí liegt im Norden des Departamentos Potosí in Bolivien in Höhenlagen zwischen 2500 – 5000 Metern über dem Meeresspiegel.

Hier leben 80.000 Menschen, davon über 80% in extremer Armut.

In einem Team mit mit spanischen und einheimischen Kräften zusammen arbeiten hier Claretiner-Padres. Sie kümmern sich neben der pastoralen Arbeit vor allem um Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene (Bau und Unterhaltung von Schulen, Wohnheime für Indiokinder (Hogares Internados Campesinos), Alphabetisierungskurse und nachträglicher Erwerb von Schulabschlüssen).

Die Kath. Kirchengemeinde St. Marien in Oberhausen unterhält seit 1990 eine Partnerschaft mit der Misión Norte Potosí.

Wir unterstützen die Arbeit in Bolivien, indem wir Kindern und Jugendlichen aus abgelegenen Dörfern in Norte Potosí den Besuch einer weiterführenden Schule ermöglichen.

Ein kleines Video zu unserer Arbeit finden Sie hier:
https://www.youtube.com/watch?v=8WkpCkJU4po

 

Die Misión

Die Misión Norte Potosí in Bolivien

Die Misión Norte Potosí liegt im extremen Norden des Departamentos Potosí in Bolivien in Höhenlagen zwischen 2500 – 5000 Metern über dem Meeresspiegel.

In dieser sehr abgelegenen Andenregion wohnen vor allem Aymara und Quechua, deren Hauptlebensgrundlagen Ackerbau und Viehzucht sind.

Das Gebiet der Misión Norte Potosí umfasst die Provinzen Bilbao, Charcas und Ibanez mit insgesamt ca. 6300 km².

Hier leben 80.000 Menschen, davon über 80% in extremer Armut.

55% der Bevölkerung in Norte Potosí sind Quechua, 40% Aymara und 5% Mestizen. Drei verschiedene Sprachen werden gesprochen: Aymara, Quechua und Spanisch. Nicht jeder kann jeden verstehen, denn manche sprechen nur ihre eigene Sprache.

80% der Menschen leben in extremer Armut – weit verstreut in 650 kleinen Dörfern, Comunidades genannt. Sie überleben nur durch Subsistenzwirtschaft.

In einem kleinen Haus aus Lehmziegeln lebt in der Regel in nur einem einzigen Raum eine ganze Familie ohne Bad, Toilette, fließendes Wasser und ohne Strom; oft werden nachts auch noch Tiere im Haus untergebracht.

Kartoffeln, Quinua, Mais, Bohnen, Weizen, Hafer, Erbsen und Gerste sind die Hauptnahrungsmittel; es fehlen Gemüse, Milch, Fleisch und andere Nahrungsmittel, die Vitamine, Proteine und Mineralstoffe beinhalten.

Die Kindersterblichkeit liegt bei 250 von 1.000 Kindern bis zum Alter von fünf Jahren.

50% sind Analphabeten, 35% haben keine Schule besucht; nur eines von fünf Kindern beendet die Schule mit einem Abschluss.

Unter der Armut leiden vor allem die Frauen und Mädchen; in manchen Dörfern liegt die Analphabetenquote bei den Frauen bei 90%.

Die Menschenrechte sind nur wenigen bekannt, ihre Durchsetzung schwierig; die indianische Landbevölkerung bildet in Bolivien die unterste soziale Stufe; ihr Bewusstsein ist geprägt von jahrhundertelanger Abhängigkeit und Unterdrückung.

Nur wenige befahrbare und nicht asphaltierte Wege verbinden die fünf größeren Orte Sakaka, Karipuyo, San Pedro, Akasio und Toro-Toro; die meisten Dörfer sind nur zu Fuß erreichbar und manchmal bis zu zwei Tagesmärschen von dem nächstgrößeren Ort entfernt.

Trinkwasser gibt es kaum, fließendes Wasser in den größeren Orten und einem kleinen Teil der Dörfer.

Elektrischen Strom gibt es nur in den fünf größeren Orten. Nach und nach werden seit 2006 auch kleine Dörfer ans Stromnetz angeschlossen.

95% der Bevölkerung sind Katholiken; die katholische Kirche ist eine der wenigen Kräfte, die sich kontinuierlich und konsequent für die Interessen der indianischen Landbevölkerung einsetzen.

Die Misión Norte Potosí ist seit 1975 als Bischöfliches Vikariat dem Claretinerorden seitens der Diözese Potosí übertragen worden.

Die Claretinerpadres leben in einem Team mit spanischen und einheimischen Kräften zusammen. Sie kümmern sich neben der pastoralen Arbeit vor allem um Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene (Bau und Unterhaltung von Schulen, Wohnheime für Indiokinder (Hogares Internados Campesinos), Alphabetisierungskurse und nachträglicher Erwerb von Schulabschlüssen).

Der Initiative der Claretiner verdankt die Region von Norte Potosí aber auch den Aufbau eines Gesundheitssystems, die Verbesserung der Wasserversorgung und der landwirtschaftlichen Produktionsmethoden.

Durch all diese Aktivitäten tragen die Claretiner zu einem Bewusstwerdungsprozeß für die Interessen der Landbevölkerung bei. Für sie alle ist dies pastorale Arbeit im weiteren Sinne unter Berücksichtigung der traditionellen Kultur der Aymara und Quechua.

Ein Video über die Region Norte Potosí finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=_Z3djWvZebg

Die Kath. Kirchengemeinde St. Marien in Oberhausen unterhält seit 1990 eine Partnerschaft mit der Misión Norte Potosí.

Schulen und Wohnheime

Das Schulsystem in Bolivien liegt in staatlicher Hand. Es gibt eine achtjährige Schulpflicht. Auf die Primaria (Klassen 1-8) baut die Secundaria (Klassen 9-12) auf, die mit dem Abitur abschließt. Schulen für die Klassen 1-3 gibt es in den meisten – auch den kleineren – Gemeinden, weiterführende Schulen – sog. Núcleos – in den größeren Orten. Secundarias – auch Colegios genannt – gibt es in Norte Potosí lediglich in den fünf Hauptorten Sakaka, San Pedro, Karipuyo, Akasio und Toro-Toro.

Die Schulen, vor allem in den kleineren Orten, sind oft nur schlecht ausgestattet. Lehrerinnen und Lehrer sind für europäische Verhältnisse mangelhaft ausgebildet und werden selbst für bolivianische Verhältnisse schlecht bezahlt. Oft üben sie Nebentätigkeiten aus, unter denen die schulische Arbeit leidet, manchmal sogar ausfällt. In einigen Gebieten gibt es trotz gesetzlicher Schulpflicht für Kinder keine Möglichkeit zum Schulbesuch, da für den Besuch der nächstgelegenen Schule ein stundenlanger Fußweg notwendig ist. Das Schulsystem in Bolivien liegt in staatlicher Hand. In manchen Schulen findet der Unterricht nur in Spanisch statt, obwohl viele Kinder von zu Hause aus nur Quechua oder Aymara sprechen.

In dieser Situation haben die Claretinerpadres in Zusammenarbeit mit Fé y Alegria die Verantwortlichkeit für die Schulen in den fünf Hauptorten von Norte Potosí übernommen. Sie kümmern sich um die Qualifizierung der Lehrerinnen und Lehrer, um kompetente und engagierte Schulleitungen, um Ausstattung und einen reformorientierten Unterricht, der zweisprachig stattfindet (Quechua – Spanisch bzw. Aymara – Spanisch). Auch eine Vorschule (Kinder) wurde eingeführt.

Darüber hinaus wurden Hogares Internados Campesinos (Wohnheime) eingerichtet, so dass sowohl der eigentlich obligatorische Besuch bis zur 8. Klasse ermöglicht wird als aber auch der Besuch der Secundaria. Mittlerweile existieren in fünf Orten der Misión Norte Potosí Hogares Campesinos: In Sakaka, San Pedro, Karipuyo, Toro-Toro und Akasio. Derzeit besuchen über 500 Kinder diese Hogares Internados Campesinos. Die Eltern zahlen ein Viertel der Kosten (24%) für die Verpflegung und Unterhaltung in der Regel in bar oder in Naturalien. Ein Teil der Lebensmittel wird über so genannte Huertos escolares (Schulgärten) erwirtschaftet, in denen u.a. auch Schweine gehalten werden. Ca. 17% wird über staatliche Zuschüsse finanziert, der Rest (59%) muss  über Spenden finanziert werden.

Pro Kind sind dies
im Jahr 300,- €
im Monat 25,- €
am Tag 0,82 €

Ich möchte helfen!

Sie möchten die Arbeit in der Misión Norte Potosí unterstützen?

Der Platz für ein Kind in einem Wohnheim in Norte Potosí kostet
im Jahr 300,- €
im Monat 25,- €
am Tag 0,82 €

Wenn Sie regelmäßig spenden möchten, erteilen Sie uns eine Einzugsermächtigung. Ein Formular finden Sie in unserem Flyer. Klicken Sie bitte hier: Norte2018b. Füllen Sie das Formular aus und schicken es uns zu. Wir kümmern uns dann um alles weitere.

Sie können uns aber auch eine Überweisung schicken. Das Spendenkonto zur Unterstützung der Misión Norte Potosí lautet:

Kath. Kirchengemeinde St. Marien
Bank im Bistum Essen
IBAN DE08 3606 0295 0015 2501 35
BIC GENODED1BBE
Stichwort: Norte Potosí

Selbstverständlich erhalten Sie über Ihre Spende unaufgefordert eine Spendenbescheinigung, die Sie von der Steuer absetzen können.

Die gesamte Solidaritätsarbeit wird ehrenamtlich geleistet. Die Verwaltungskosten trägt die kath. Kirchengemeinde St. Marien, sodass alle Spenden direkt und ohne Abzüge nach Bolivien weitergeleitet werden können. Schwerpunktmäßig werden Wohnheime für Indiokinder in Norte Potosí finanziell unterstützt.

Muchas gracias – Yuspagara – Anchata agradeceyki – Herzlichen Dank!

 

Über uns

Solidarität mit Norte Potosí in Bolivien

Der MEF (Sachausschuss Mission-Entwicklung-Frieden des Gemeinderates St. Marien in Oberhausen) ist ein Kreis von 20 Personen, der den Kontakt mit der Misión Norte Potosí aufrecht hält.

Seit 1990 gibt es eine Partnerschaft zwischen der kath. Kirchengemeinde St. Marien in Oberhausen und der Misión Norte Potosí in Bolivien. Grundgedanke dieser Partnerschaft ist das Lernen voneinander und das Teilen miteinander. Menschen verschiedener Kulturen und Lebensstandards tragen in Einer Welt Verantwortung füreinander.

Wir informieren Interessierte über die Entwicklung in Norte Potosí, besuchen regelmäßig Bolivien und empfangen auch in Deutschland Besucher aus Norte Potosí. Die gesamte Solidaritätsarbeit wird ehrenamtlich geleistet. Verwaltungskosten trägt die kath. Kirchengemeinde St. Marien, sodass alle Spenden direkt und ohne Abzüge nach Bolivien weitergeleitet werden können. Schwerpunktmäßig werden Wohnheime für Indiokinder in Norte Potosí finanziell unterstützt. Aktuelle Informationen veröffentlichen wir auf
www.nortepotosi.de und auf
www.facebook.com/mefnortepotosi

Zur materiellen Unterstützung der Misión Norte Potosí haben wir ein Spendenkonto eingerichtet:

Kath. Kirchengemeinde St. Marien
Bank im Bistum Essen
IBAN DE08 3606 0295 0015 2501 35
BIC GENODED1BBE
Stichwort: Norte Potosí

Selbstverständlich erhalten Sie über Ihre Spende unaufgefordert eine Spendenbescheinigung, die Sie von der Steuer absetzen können.